Auch der TSV Odagsen hat schlechte Nachrichten für alle geselligen und sportbegeisterten Mitglieder und Freunde des Vereins, denn die für den 21. Mai geplante Himmelfahrt Radwanderung kann aufgrund der Richtlinien und Regeln rund um die Corona Pandemie leider auch nicht stattfinden. In den Medien wird täglich über neue Szenarien und Auswirkungen der Krise berichtet und spekuliert. Da hier selbst Experten nicht sagen können, wie sich die nächsten Wochen und Monate in Richtung Breitensport entwickeln, möchten sich die TSV Verantwortlichen zumindest mal eine Option offen halten: Sollte sich die Lage in Niedersachsen in einigen Monaten in Richtung Normalität entspannen, könnte man die „Tour de Odagsen“ eventuell am „Tag der deutschen Einheit“ am Samstag, den 03. Oktober nachholen. Im Moment wohl eher Wunschdenken – aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Ein Sportverein ohne sportliche Aktivitäten – eigentlich überhaupt nicht vorstellbar aber leider in den über 88.000 Sportvereinen in Deutschland aktuell die „neue Normalität“, an die sich kein Sportler gewöhnen möchte. Insbesondere der von vielen so innig geliebte Mannschaftssport liegt völlig brach. Einzelne Verbände arbeiten schon an Konzepten wie es in den nächsten Monaten weitergehen soll. Hoffentlich gehen diese Planungen nicht an der Realität vorbei, indem man Rahmenbedingungen erarbeitet, die für viele kleine Vereine gar nicht oder nur mit sehr viel Aufwand zu erfüllen sind.
Fassungslosigkeit und große Trauer machten sich am 20. Januar bei der TSV Familie breit als man vom plötzlichen und für alle völlig unerwarteten Tod von Gerhard Günther erfuhr. 4 Tage vor seinem Tod noch aktiv bei seiner Leidenschaft Tischtennis in einem Punktspiel der 3. Herrenmannschaft – man kann es einfach nicht fassen. Gerd und der TSV waren in seinen 58 Jahren Vereinszugehörigkeit immer sehr eng miteinander verbunden. 56 Jahre (!) hat er für den TSV Odagsen aktiv Tischtennis gespielt, war jahrzehntelang ein Mannschaftführer wie man ihn sich nur wünschen kann und beliebt bei allen Tischtennis Aktiven im Landkreis Northeim. Der TSV blickt traurig zurück auf viele schöne Stunden und Anekdoten, die die aktive Zeit von Gerd begleiteten. Ein fairer Sportsmann durch und durch und ein Vereinsrepräsentant wie es im Buche steht. Und wenn es für seinen TSV darum ging zu helfen: Gerd war immer für seinen TSV da. So war er beispielsweise bei den beiden TSV Jubiläumsfesten in 2003 und 2013 im Festausschuss eine tragende und unverzichtbare Größe.
Gerd wird unserem Verein sehr, sehr fehlen. Er reißt eine Lücke in unser Vereinsleben, die nicht zu füllen ist. Wir vom TSV sind sehr traurig, aber eines ist sicher: Er wird uns allen in guter Erinnerung bleiben, wir werden ihn und sein freundliches und hilfsbereites Wesen und seinen tiefsinnigen Humor niemals vergessen.
Wir trauern mit seiner Frau Christa und seinen Kindern und den Familienangehörigen und wünschen allen viel Kraft und rufen Gerd zu: "Ruhe in Frieden".
Im Namen des Vorstands und aller Mitglieder TSV Odagsen e.V.
Heiko Thebes / 1. Vorsitzender
Odagsen Ende Januar 2020
Die Jahreshauptversammlungen des TSV Odagsen enden traditionell zur Pflege der Geselligkeit mit einem gemeinsamen Essen. Die anwesenden Mitglieder beteiligen sich in der Regel mit einem kleinen finanziellen Beitrag an den Kosten. In diesem Jahr wurde unter großem Beifall der Anwesenden seitens des Vorstands angeregt diese Kostenbeteiligung nicht in die Vereinskasse fließen zu lassen sondern einer sozialen Einrichtung zur Verfügung zu stellen. Der TSV spendete die Summe von € 260,00 an die „Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen e.V.“, die das Elternhaus (www.elternhaus-goettingen.de) in Göttingen betreibt, das allen Eltern offen steht, deren Kind in der Kinderklinik der Uni stationär behandelt wird. Geschäftsführerin Alexandra Thormann (rechts) und Schriftführerin Marianne Manthei (links) überreichten vor einigen Wochen die Spende an die freudig überraschte Geschäftsführerin vom Elternhaus Dagmar Hildebrandt-Linne. Die beiden TSV Verantwortlichen konnten sich nach der Geldübergabe bei einer Besichtigung der Einrichtung davon überzeugen dass diese Spende sehr gut angelegt ist.
Ein Mann – ein Wort: Stephan Homann, seit mehr als 25 Jahren als Tischtennisspieler aktiv beim TSV Odagsen und seit Urzeiten Mannschaftsführer der 2. Tischtennis Herrenmannschaft motivierte seine Teamkollegen in der letzten Saison zusätzlich mit der Aussage „wenn wir Meister werden und aufsteigen sponsere ich einen Satz Trikots“.
Zur Überraschung aller wurde die 2. Herren auch Meister in der 2. Kreisklasse und schaffte den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Aber nicht nur der 2. Herren gelang das Kunststück: Auch die 1. Mannschaft des TSV sicherte sich souverän die Meisterschaft in der Kreisliga und so weitete er seine Trikotspende auf 2 Herrenteams und einige Damenspielerinnen, die aufgrund einer Regelanpassung in der laufenden Saison auch als Ersatzspielerinnen im Herrenbereich mitwirken können, aus.
Die Aktiven bedanken sich ganz herzlich bei Stephan Homann und seiner Frau Katrin für diese großzügige Spende.
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